klimaneutraler Versand - ab 30€ versandkostenfrei ×
Kinderarbeit auf Kakaoplantagen

Schokolade von Kindern für Kinder?

Weltweit stammt nur ca. 8% des Kakaos aus fairem Handel. Tatsächlich stammt die Mehrheit des Kakaos aus zwei Ländern: Der Elfenbeinküste und Ghana. Allein dort arbeiten mehr als als 2,2 Millionen Kinder auf den Kakao-Plantagen. Sie sind meist zwischen 7 und 15 Jahre alt und arbeiten bis zu 12h am Tag. Für sie bedeutet Kakao die Trennung von der Familie und schwere körperliche Arbeit.

Schluss mit dem bitteren Beigeschmack

Die großen Schokoladenhersteller versprachen bereits vor 20 Jahren die Kinderarbeit in ihren Lieferketten zu beenden. 2001 wurde das im Harkin-Engel-Protokoll festgeschrieben: Bis 2005 sollte es keine Kinderarbeit mehr geben. Seitdem wird das Ziel immer wieder nach hinten datiert. Mittlerweile ist die Zahl der Kindersklaven sogar gestiegen.

Zugegeben, Kinderarbeit in Lieferketten zu stoppen ist ein Mammutprojekt. Selbst für Unternehmen, die sich für fair gehandelten Kakao entscheiden, ist die Kontrolle der Bedingungen vor Ort eine große Herausforderung. Doch der Hauptgrund für die illegale Kinderarbeit ist nach wie vor die Armut der Kakaobauer:innen, welche aus den Dumpingpreisen im Kakaobusiness resultiert.

Bereits ein paar Cent mehr könnten die Existenz der Bauer:innen sichern – ohne, dass es Käufer:innen im Supermarkt richtig spüren würden. Zudem muss ein starkes Lieferkettengesetz her, um Ausbeutung, Kinderarbeit, Armutslöhne und die Zerstörung von Urwäldern gesetzlich zu verhindern.

© Daniel Rosenthal

Unsere Lösung

Wir beziehen unseren Kakao von der Naranjillo Kooperative in Peru, bei der die Lebensqualität des Arbeitnehmer:innen, die Qualität des Kakaos und die Nachhaltigkeit des Anbaus groß geschrieben wird und die Wertschöpfungskette vor Ort bleibt.

Die Bauer:innen der Naranjillo Kooperative erhalten 30 Prozent mehr Lohn als es auf dem Weltmarkt üblich ist. Ausgehend vom derzeitigen Marktpreis liegt die Bezahlung somit auch über dem Fairtrade-Mindestpreis, welchen das Fairtrade Siegel garantiert. Außerdem verfügt die Kooperative über das CU Fair Choice Label, das den Ausschluss von Zwangsarbeit und sichere Arbeitsbedingungen garantiert.

Die Kakaobauer:innen sind gleichzeitig die Eigentümer:innen der Kooperative. Die Genossenschaft Naranjillo wurde bereits 1964 gegründet und ist eine der ältesten und größten Genossenschaften in Peru. Sie verfügt inzwischen über moderne Anlagen zur Herstellung von Halbfertigprodukten, sodass die Bauer:innen vom früheren Export von Kakaobohnen zum Export von Halbfertigwaren übergegangen sind.

Das heißt: wenn wir vorgefertigte Produkte wie Kakaonibs, Kakaobutter und Kakaolikör kaufen, tragen diese zum Wachstum der Kooperative als Unternehmen bei und fördern die Entwicklung der Gemeinden. Durch die Weiterverarbeitung vor Ort erzielt die Gemeinschaft direkte Vorteile und vor allem jüngere Generationen haben mehr Möglichkeiten für ihre Zukunft, ohne ihren Heimatort zu verlassen. Wir sind froh, damit die für uns fairste und transparenteste Lösung gefunden zu haben.

Quellen und weitere Infos:

Henn, S. (2020): Wie viel Kinderarbeit steckt in der Schokolade?

Young, E. (2020): Increase In Hazardous Child Labor In Cocoa Production Amid An Expansion Of Cocoa Farming In Cote D’ivoire And Ghana

Make Chocolate Fair (2020): Kinderarbeit im Kakaoanbau

Hahn, N. (2020): Noch viel Kinderarbeit in der Schokolade

Becker, A. (2020): Kakao: Kein Fortschritt im Kampf gegen Kinderarbeit

Kwasniewski, N (2020): Die dunkle Seite der Schokolade

10% extra?Probierpaket gewinnen

Nu'sletter Abonnenten erhalten 10% auf ihre erste Bestellung.

Außerdem bekommst du automatisch die Chance ein gratis Probierpaket zu gewinnen.